frühlingsblüher

Zarteste Kräuter zum Essen in Hülle und Fülle

essbare Wildpflanzen

Sonntag 24. März 2019

 

Solange die Blätter der Bäume und Sträucher noch in den Knospen stecken, nehmen die "Frühlingsblüher" ihre Chance wahr. Sie nützen die schattenfreien Wald- und Wiesenzonen und die warmen Sonnenstrahlen, um schnell und kräftig zu wachsen. Bevor Blätter dann den Boden beschatten, haben sie längst ihre Samen gebildet und können sich weiter vermehren.

 

Die bekanntesten essbaren Vertreter sind unter anderem die Schlüsselblume, das Scharbockskraut, Bärlauch, Veilchen, Gänseblümchen und Lungenkraut.

 

Bevor das Scharbockskraut strahlend gelb blüht, kann man die zarten, fett glänzenden

Scharbockskraut - Ranunculus ficaria
Scharbockskraut - Ranunculus ficaria

Blättchen roh in Salaten, Smoothies oder

Kräuterpasten essen. Sie sind reich an

Vitamin C, gerade recht nach einem langen Winter.

Sobald aber das Pflänzchen zu blühen beginnt, entwickelt das Hahnenfußgewächs den Giftstoff Protoanemonin und ist ab da roh nicht mehr bekömmlich, getrocknet jedoch baut sich der Giftstoff ab.

"Scharbock" ist ein alter Begriff für Skorbut, - ein Hinweis auf die Verwendung als

Vitamin C-Spender, den schon die Seefahrer auf ihren langen Reisen auf den Weltmeeren genützt haben.

 

Nicht essbar, aber wunderschön sind der Seidelbast, das Buschwindröschen, das Leberblümchen, Lerchensporn, Schneerose,  Blau- und Gelbsternchen, Schneeglöckchen,  Frühlingsknotenblume. 

 

 


Die Schwarzpappel - Populus nigra

die knorrige Auenbewohnerin

Rosenmontag, 4. März 2019

 

Kennst du die Schwarzpappel? Diese imposante Baumart mit knorriger Rinde ist vielen Menschen gar nicht so geläufig. Sie wächst gerne in feuchten, sandigen Gebieten, die vielleicht manchmal überschwemmt werden. Auch an Bachrändern und in Auen kann man sie finden. Jetzt im Frühling, wenn sich die Sonne schon warm anfühlt, schwellen ihre Knospen und beginnen langsam ihr Wachstum.

 

 

Drückt man eine frische, sonnenwarme Knospe zwischen den Fingern, quillt an der Spitze ein zähflüssiges, orangefarbenes, balsamisch duftendes Harz hervor. Der Baum braucht es, um die Knospen den Winter über vor Kälte, Freßfeinden und Schädlingen zu schützen. Sind doch die Knospen seine Überlebensgarantie, denn an diesen Zweigspitzen findet sein Größenwachstum statt.

Kostet man dieses Harz, schmeckt man es auch noch nach einer Viertelstunde im Mund, ganz typisch nach Propolis, - scharf und medizinisch.

 

Dieses Baum-Harz wird von Bienen gesammelt und zur Herstellung von "Propolis" - dem Bienen-Kittharz verwendet. Damit überziehen die Bienen Ritzen und Oberflächen im Bienenstock, um ihn gesund und keimfrei zu halten. Dieses Bienen-Kittharz kann in hochprozentigem Alkohol gelöst und als Propolistinktur bei schlecht heilenden oder stark entzündeten  Wunden (Kratzer von Katzen!), Halsschmerzen, Infekten, Fieberblasen und vielem mehr verwendet werden.

 

- Genauso kann man mit diesem orangen Knospenharz vorgehen und für dieselben Anwendungs- gebiete eine vegane Tinktur herstellen. Schwarzpappel-Salbe mit dem Knospen-Ölauszug und ein wenig Tinktur, ergibt ein Mittel aus der Volksheilkunde und wird unter anderem bei Glieder-schmerzen und zur Wundheilung verwendet.

 

Getrocknete Knospen in einer Räuchermischung entfalten einen angenehmen, balsamischen Duft,  reinigen die Raum-Atmosphäre von Keimen und Spannungen. Der Raum ist danach spürbar heimeliger.


Fasching in Grün ...

die schönsten Kostüme haben ja doch die Pflanzen : )


wild - grün - sonnenhungrig!

Sie stehen schon in den Startlöchern

Frühlinspflanzen
Weiße Pestwurz

Vorfrühling 2019

 

Nach diesem "Winter wie früher" sind noch  manche Gebiete dick unter dem Schnee vergraben. Je näher man der Stadt Salzburg kommt, desto mehr spürt man den Frühling. Es juckt in den Fingern, die Samen und Saatschalen werden schon bereitgestellt um bald mit dem Sähen der Kulturpflanzen loszulegen.

Man hat schon unbändige Lust, selber geerntetes Grün zu essen, und sei es nur etwas Vogelmiere oder ein wenig junger Bärlauch. Es heißt jedoch noch ein bißchen warten...

Kaltverseifung, Heißverseifung, Naturseife
Seife rühren für den Eigengebrauch

Bis es soweit ist, habe ich ein paar Termine zusammengestellt, bei denen wir noch ohne frisches Pflanzenmaterial auskommen.

 

 

         >> Terminübersicht >>

 

 


einatmen - zur ruhe kommen....

 - sich sammeln für den neuen Start

 

 Die Natur in uns entdecken

 

 

°°°

 

Auch wenn wir uns manchmal

getrennt von der Welt empfinden,

sind wir dies doch niemals.

Unser Herz schlägt im Rhythmus der Welt und unser Atem ist

ein Verwandter des Windes.

 

°°°

 

 

Auszug aus "Natur und Heilen" 2/19 von

Jennie Appel, Schamanin und spirituelle Autorin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


gedankenloses "Aufräumen"

... die Geschichte einer unglaublichen Zerstörung.

Wechselblättriges Milzkraut - Chrysosplenium alternifolium; Gewöhnliche Pestwurz - Petasites hybridus
Wechselblättriges Milzkraut - Chrysosplenium alternifolium; Gewöhnliche Pestwurz - Petasites hybridus

im Spätherbst 2018

 

Eine Apotheke für Mensch und Tier ...

 

Eine Fläche von fast zwei Fußballfeldern, "ungenutzt, verwildert, - eine Gschtättn".

Jedoch bei genauerem Hinsehen ein Biotop,

- ein weitgehend ungestörter Lebensraum für Pflanzen und Tiere aller Größen. Sogar eine Rehgeiß zieht ihre Zwillinge in einem schmalen Streifen von 20 Metern zwischen der Landes- straße und einer Zufahrt auf, geschützt von Weiden- und Himbeerbüschen.

Grasschwertel oder Binsenlilie - Sisirynchium angustifolia
Grasschwertel oder Binsenlilie - Sisirynchium angustifolia

Die Vielfalt an Pflanzen auf dieser lehmigen, wechselfeuchten Fläche ist erstaunlich!

Eine ganze Hausapotheke hat sich hier  versammelt. Man findet diese Pflanzen überall, aber nicht alle zusammen auf einem so kleinen Areal. Hier ein kleiner Auszug mit Bildern ...

 

°Rossminze  (Mentha longifolia)

°Bärlauch (Allium ursinum)

°Schlangenknöterich (Bistorta officinalis)

°Schilfrohr (Phragmites div.)

°Gänsefingerkraut (Argentina anserina)

°Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)

°Schmalblättriges Weidenröschen (Epilobium angustifolium)

°Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)

°Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)

°Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

°Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria)

°Mädesüß (Filipendula ulmaria)

°Malve (Malva sylvestris) °Steinklee (Meliotus officinalis) °Binse - Juncus, °verschiedene Storchenschnabelarten °Echter Baldrian (Valeriana officinalis) °Hohler Lärchensporn (Corydalis cava) °Echter Dost (Origanum officinalis) und viele Arten mehr.

Jagd-, Brut- und Lebensgebiet von Reh, Fuchs, Marder, Bussard & Waldkauz, Vogelarten, Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter, Eidechse, Feuersalamander, Kröte und Frosch, unzähligen Schmetterling- und Insektenarten.

dann wurde aufgeräumt

 

Das ist das Ergebnis, wenn Menschen glauben, die Natur "aufräumen" zu müssen! Aber ich weiß... SIE kommen wieder, füher oder später!

passend dazu eine Parabel aus dem

Schremser Magazin "Brennstoff" N° 54/19:

 

Vom Ende der Welt...

 

In einem Wanderzirkus brach Feuer aus. Es bestand die Gefahr, dass es auf die Felder übergreifen und damit auch das Dorf in der Nähe bedrohen könnte. Der Zirkusdirektor schickte daher den Clown, der schon für die Vorstellung geschminkt und gekleidet war, in das Dorf.

 

Hals über Kopf rannte der Clown auf den Marktplatz und rief: "Der Zirkus brennt, der Zirkus brennt! Kommt sofort und helft alle, das Feuer zu löschen!"

 

Doch die Dorfbewohner hielten das Geschrei des Clowns nur für eine neue Idee, möglichst viele Zuschauer in die Vorstellung zu locken. Der Clown, dem zum Weinen zu Mute war, beschwor die Leute. Er versuchte ihnen klar zu machen, dass dies kein dummer Spaß, sondern bitterer Ernst sei, es brenne wirklich.

 

Doch je mehr er sie anflehte "Helft! Bitte helft schnell", desto mehr Menschen blieben stehen.

Sie fanden, er spiele seine Rolle ausgezeichnet, bis das Feuer auf die Felder übergriff und auch das Dorf, für das jede Hilfe zu spät kam, in Flammen aufging.

 

Sören Kierkegaard, 1813 - 1855

 


Eichelkaffee

Karamelgeschmack zum Nulltarif, koffeinfrei und auch für Kinder!

Stiel-Eiche - Quercus robur
Stiel-Eiche - Quercus robur

Dienstag 2. Oktober 2018

 

Dieses Jahr gibt es Eicheln im Überfluß! Sie sind weit größer als sonst. Fallen sie zu Boden, sind sie reif und brauchen nur vom Boden aufgehoben werden.

 

Beachte:

- die ersten Eichel die runterfallen sind für die Würmer, denn der Baum trennt sich von schon befallenen Früchten, um seine Kraft nicht zu vergeuden.

- die zweiten sind für uns Menschen : )

- die dritten sind für das Wild / Wildschweine

 

Eicheln, - sie gehören botanisch zu den Nüssen, wurden in Notzeiten gesammelt und waren ein wichtger Bestandteil des Speise-zettels. So war Eichelmehl wichtig zum Strecken von Mehl, aber auch ein leichtes, prickelndes Bier (Versuch läuft!) und ein dem Kaffee ähnliches Getränk wurden hergestellt.

Reich an Eiweiß, Stärke, wenig Fett, B-Vitaminen und Mineralstoffen sind sie gesund und nahrhaft. Aber sie beinhalten auch jede Menge Bitter- und Gerbstoffe, die die Eicheln - roh verzehrt, unbe-kömmlich, ja sogar ein wenig giftig machen.

Deshalb werden sie vor dem Gebrauch als Nahrungsmittel gewässert. Sehr gut funktioniert das, indem man die Eicheln in Wasser (kann man dann trinken!) ankeimen läßt (ca. 1-2 Wochen - Wasser wechseln!), somit ist auch das Eiweiß etwas aufgeschlossen, ähnlich der Herstellung von Brot mit gekeimtem Getreide. Auch die Schale läßt sich dann gut lösen. Sollte man einen sauberen Bach in der Nähe haben, besteht auch die Möglichkeit, die Eicheln in einem Sack ins Wasser zu hängen, dann geht das wie von selber : )

einweichen, Wasser täglich wechseln    schneiden und trocknen                 leicht rösten, fein reiben

- dieses Wasser kann man trinken!

Eichelkaffee:

 

200 ml Wasser

  50 ml Milch

1 El. Eicheln leicht geröstet, gerieben

1 Tl. brauner Zucker

 

alles aufkochen, einige Minuten ziehen lassen, mmmmh! Auch der Bodensatz kann ausgelöffelt werden : )

Schmeckt malzig, ist stärkend und sättigend - auch für alte Menschen und Kinder bestens geeignet.

Manche berichten von einer Blutzucker senkenden Wirkung.

 


szenen einer seife

... so entsteht ein wichtiger Teil unserer täglichen Körperpflege

 

 April 2018

 

Anhand von Bildern zeige ich in diesem Beitrag die wesentlichen Schritte der Seifenherstellung. Die Fotos wurden von Teilnehmerin Anke Eder während eines Kurstages an der Vitalakademie Salzburg, wo ich Referentin bin, gemacht und mir dankenswerterweise zur Verfügung gestellt, - hatte gerade keine Hand frei : )

Die Kombination von Ölen, Fetten und Lauge ergeben gemeinsam mit ätherischen Ölen, Kräutern und bunten Blüten eine einfache, pflegende Seife für den täglchen Gebrauch. Mit der richtigen Herangehensweise und der nötigen Sorgfalt ist es jeder/m möglich, so ein schäumendes Stückchen herzustellen. Es genügt, eine normale Küchenausstattung und einige Stunden ungestörte !! Zeit zu haben.

Am 16. Mai geht es in meiner Kräuter-Werkstatt wieder um dieses Thema. Willst du Genaueres wissen, dann kannst du dich hier informieren -->


Fichte und tanne

Knospen & Triebe von Bäumen

 

Mittwoch 25. April 2018

 

Während das ungewöhnlich heiße Wetter dieses Frühlings Narzissen neben Maiglöckchen und Flieder gedeihen läßt, kann man direkt zusehen, wie sich die Baum-Knospen  öffnen. Man hat muß sich mit der Ernte der Knospen ganz schön tummeln, um für alle  Präparate, die man machen wollte, auch welche zu haben...

Tannenknospen
Tannenknospen

Gerade Fichte und Tanne geben uns in verschiedenen Zubereitungen ihre Kraft weiter. Sie sind große Heiler und Ernährer. Lange in Vergessenheit geraten, kommt ihr Glanz heute wieder ein wenig zum Vorschein.

Früher war das "Tannenkries" (Tannen- zweige) - unter anderem ein wichtiges Futter für Rinder. Es trug zur Gesund- erhaltung der Herde bei und war gleichzeitig das ganze Jahr verfügbar. Auch vor dem Haus als Fußabstreifer oder Besen, - absolut abbaubar - wurde es verwendet. Die Grasweide löste die Verwendung von Bäumen als Tierfutter ab.

 

Durch einen Vortrag von Dr. Angelika Prentner, Leiterin der "Apotheke zur Gnadenmutter" in Maria Zell inspiriert, habe ich mit Fichtenknospen - die ganz kleinen mit den braunen Häutchen - und Tannenknospen - mit einer feinen, durchsichtigen Umhüllung -  einige Sachen probiert.

Fichtenknospen
Fichtenknospen

Die Baumknospen beider Bäume bringen Silizium in den Körper, um Gewebe, Muskeln und Knochen zu stärken. Einfach gesammelte Knospen zügig an der Luft trocknen lassen und einen Teelöffel voll über den Tag verteilt gut gekaut essen.

 

Danach sind die einige Zentimeter langen, hellgrünen Triebe an der Reihe. Daraus kann wunderbarer "Maiwipferl-Honig" gemacht werden, - die vegane Art "Honig" zu essen!

 

Ein alkoholischer Auszug aus einem ganzen Tannenzweig ergibt einen reinigenden, duftenden  Raumspray, der gleichzeitig auch zum Putzen und Desinfizieren - zB. nach Krankheit verwendet werden kann.

 

Aber Achtung! Im eigenen Wald kann man ernten wie man will, sammelt man jedoch in einem fremden Wald, ist es von Vorteil den Besitzer zu fragen! Wald und Wiese sind wie unser Garten, nur größer. Und niemand mag es, wenn daraus "geklaut" wird. Auch nimmt der Baum Schaden, vor allem wenn man alle Triebspitzen eines Baumes pflückt, - das ist vergleichbar mit Wildverbiß.

 

Also - fragen und gut verteilt sammeln!!   ... auf in den Wald!

 


der Geschenkskorb der Natur füllt sich !

vorne die weibliche Nabe, dahinter die pollenspendenden "Würstel"
vorne die weibliche Nabe, dahinter die pollenspendenden "Würstel"

Kräuterwanderung & Seifemachen

 

Mitwoch 14. März 2018

 

Sobald der Schnee das "Feld geräumt hat", zieht es uns wieder hinaus ins Freie!

Glücklich und hungrig nach frischer Luft und Sonne stecken wir unsere Hände in die noch sehr feuchte Erde. Wir entdecken im Garten schon die ersten blaßgrünen Blätter der Tulpen, die Blüten der Zwerg-Iris recken schon neugierig ihr Blau in den Himmel. Auf trockenen, sonnigen Waldböschungen sind die Schneerosen in Hochblüte und zeugen vom Vorfrühling. Ein Zeichen dafür ist auch die Blüte der

Hasel ,- kleine Knospen mit winzigen, knallroten Fäden dran, warten auf die Pollen der "Würstel" wie im Volksmund die männlichen Staubgefäße genannt werden, um so befruchtet im Herbst köstliche Nüsse zu tragen.

 

So ist es auch für mich an der Zeit, die Ideen in konkrete Taten umzusetzen. Du findest hier schon einmal einige Termine für Wildkräuter-Wanderungen, Themen- Kräuterwanderungen und Seifenherstellung.

Bei einer Themen - Wanderung gibt es im Anschluß noch was zu tun... Passend zur Jahreszeit werden wir noch zB. eine Salbe machen oder zusammen etwas kochen und danach verspeisen. Auch bin ich seit kurzem stolze Besitzerin einer Destille, auch die wird dabei in Juni/Juli ausprobiert

 

... Hier findest du eine Zusammenfassung aller Termine und Themen -->


Engelchen und Teufelchen

Bärlauch und Aronstab
Bärlauch und Aronstab

Sonntag 11. März 2018

 

Bärlauch gegen Aronstab

 

Wenn die Beiden Schulter an Schulter jung in der Au stehen, könnte man meinen, es sind Geschwister. Ein fataler Irrtum...

Bärlauch (Allium ursinum), den siehst du in der Bildmitte, hellgrün mit länglichen, auf der Oberseite glänzenden, auf der Rückseite matten Blättern mit Längsrippen. Er hilft uns wunderbar und auf schmackhafte Weise die Winterschlacken aus dem Körper zu transportieren.

Gefleckter Aronstab (Arum maculatum) - im Bild etwa auf 5 Uhr, hingegen hat dreieckige, spaten- förmige Blätter, die ganz jung auch eingerollt aus der Erde kommen, schnell hingeschaut dem Bärlauch nicht unähnlich. Auch bevorzugt er die selben Bodenverhältnisse wie Bärlauch. Empfindliche Menschen können schon bei Berührung entzündliche Stellen/Blasen auf der Haut bekommen; irrtümlich verspeist, schwellen Lippen und Mundschleimhaut an, gefolgt von Herzbeschwerden, Krämpfen, Erbrechen.

Nicht minder giftig sind Maiglöckchen, Schneeglöckchen, Herbstzeitlose, - vor allem im jungen Stadium - dem Bärlauch sehr ähnlich, wenn man nicht genau schaut!

Also... nur sammeln, wenn man Bärlauch hundertprozentig kennt und dann bei der Ernte nicht büschelweise rupfen, die Gefahr giftige Pflanzen mitzunehmen ist sehr groß! Auch werden beim stielweise Pflücken die Wurzelzwiebelchen geschont, -wir wollen ja nächstes Jahr wieder ernten!

 

Wenn du mehr über die Essbarkeit von Wildpflanzen und -Früchte erfahren möchtest, kannst du zu den vorgeschlagenen Terminen bei einer Wildkräuterwanderung mitmachen.

 


Wer lange nagt kommt auch ans Ziel ...

das Werk eines Biebers in der Au, - ohne Abgase!
das Werk eines Biebers in der Au, - ohne Abgase!

im Frühjahr 2018

 

Nach einer schöpferischen Pause, in der ich viele Wegerl gegangen bin, - mit Freunden,  zu zweit, aber auch allein, bin ich wieder da.

Ich habe Vieles gelernt, über mich und Andere, aber das Schönste ist ... ich habe auch eine ganze Menge über lebendiges Grün erfahren und probiert.

Was die Alten getan haben und wie man es seit Neuestem tut, das eine kann man essen, das andere kommt in die Volksheilkundeapotheke und mit dem Anderen wird man 100 Jahre alt - gesund alt.

Die Kräfte der Wildkräutern sind keine Zauberer. Sie verlangen von uns nur Konsequenz in der Verwendung, zB. in Zeiten, in denen alle husten und schneuzen. Oder als häufige Zutat auf dem Teller. Genau da helfen sie in unserem Körper, sich selber zu helfen.

 

In der Vorsorge steckt die Weisheit:

Besser ich kümmere mich um eine Gesundheit als um viele Krankheiten!

          Kräuter sind gute Freunde in der Not und ständig erreichbar! Auch ohne Mobiltelefon : )

Seifenherstellung

Mi. 25. April    I    Mi. 16. Mai

mit Kräutern und

natürlichen Farbstoffen


Du möchtest nichts versäumen?


 Wildkräuter   Wanderungen 2019

    

Donnerstag   I   18. April

       Freitag  I   17. Mai

    Mittwoch  I     3. Juli

    

Wildkräuterwanderung

Info & Anmeldung >>

 


Seife machen 2019

 

    Dienstag   I   26. Februar

    Samstag   I     2. März

        jeweils 14.00 bis 17.30 Uhr

 

kaltgerührte Kräuterseife

Info & Anmeldung ->

 


Workshop naturkosmetik

 

Freitag, 1. März 2019

10.00 bis 17.00 Uhr

 

Tagesseminar Naturkosmetik

Info & Anmeldung >>

 




DAS Projekt für Juni ...

Do. 1. Juni 2017

 

Nußschnaps : )

 

Bald ist es soweit! Spätestens bis Johannis am 24. Juni sollte man die grünen, noch weichen "Johannisnüsse" ernten, schneiden und zusammen mit Gewürzen und Kandis in Alkohol versenken....

Man kann jetzt Ausschau halten, wo ein Walnuß-Baum so viele Früchte trägt, sodaß 20 Stück nicht fehlen. Glücklich der, der einen Baum besitzt und dieser Baum auch unbeschadet den Frost überstanden hat.

Nach 40 Tagen ist der Alkohol grasgrün/braun gefärbt und wird abgeseiht. Fehlt noch Zucker, so wird dieser mittels Läuterzucker zugeführt, der gewonnene Schatz in hübsche Flaschen abgefüllt und zum Reifen weggestellt. Wunderbar nach einem üppigen Essen zur Verdauungshilfe. So richtig mild und rund ist er eigentlich erst nach einigen Jahren, - sofern er dann noch da ist : )

Und jetzt ist auch noch Zeit um einen Salat aus Wildkräuter, Baumblätter und Blüten zu genießen. Dazu verwenden wir die zarten oberen Pflanzen-teile, die eine geballte Ladung an Vitalstoffen in sich tragen!

Ulme, Linde, Buche und Maiwipferl, auch Labkraut und Brennessel, Wiesenbocksbart und Gänseblümchen, Löwenzahnblüten und Goldnessel, alles ist für uns da!

Mit einer leichten Marinade aus Himbeeressig - natürlich selber gemacht! - und einem zarten Nuß- oder Olivenöl ein Hochgenuß ...

 

 


Weiß raus und Grüüüüün rein!

feiner Sauerklee im Schutz von bemoosten "Baumzehen"
feiner Sauerklee im Schutz von bemoosten "Baumzehen"

Do. 20. April 2017

 

 

 Der Tisch ist gedeckt! 

 

 Start der Wildkräuter - Wanderungen 2017

 

Nicht nur Bärlauch, auch andere wunderbar zarte Köstlichkeiten konnte ich heuer schon für unsere Ernährung einsetzen. Löwenzahn-Herzen und Blütenknospen, Lindenknospen und Blätter, Schlüsselblumen und Duftveilchen für Tee und kandiert für Pralinen und Torten, Giersch, Labkraut, Schafgarbe, Scharbockskraut, Sauerklee, Gundelrebe und Knospen von der Schwarzen Johannisbeere, - alles unglaublich frisch und zart, perfekt um es zu verspeisen : )  - dazu ein Zaubertrank für die Blut- Reinigung im Frühling: Birkenwasser!

Wenn du auch in diesen Genuß kommen möchtest, dann schau mal bei denTerminen, vielleicht hast du

ja Zeit ... sobald der Schnee weg ist, können wir schon wieder ins Grün!

 

Ja, da glaubt man schon an ein "frühes Jahr", doch man hat die Rechnung ohne den April gemacht... weiß statt grün, - es schmerzt, diese zarten Pflänzchen unter einer schweren Bettdecke aus Schnee zerdrückt und geknickt zu sehen. Aber sobald die Sonne wieder hervorlugen darf, ist der Spuk vorbei.

Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit, da durften wir den Kampf des Frühlings gegen den Winter zeichnen, genauso erlebe ich es jedes Jahr wieder...

 

Hoffen wir für alle Blumen-, Wein-, Obst- und Gemüsebauern, daß sie glimpflich davonkommen, denn soviele Wildpflanzen wir auch nutzen dürfen, - was wäre unser Leben ohne einem prächtigen Blumenschmuck für die Hochzeit, einen saftigen Apfel, einen gesunden Brokkoli oder ein Gläschen Wein? Traurig wäre das! So bitten wir um einen guten Ausgang dieser Wetterkapriolen unseres April-Schlingels!

 

 



... ein wenig Farbe zu Ostern?

Gründonnerstag 2017

 

Wenn man, zum Beispiel wie jedes Jahr, schöne Eierfarben kauft - schon eineinhalb Monate vorher, damit man auch wirklich dieses wunderbare Karmosin und Scharlachrot bekommt, und dann diese Schätze an einen Platz legt, an dem man sie SICHER findet ... dann ist es besser, man hat eine Alternative, FALLS man die Farben ZUFÄLLIG nicht mehr findet ...  das passiert mir fast jedes Jahr, - die Farben tauchen dann auf, wenn ich die besonders schönen Keksausstecher für Weihnachten suche ... erraten - die finde ich dann zu Ostern beim Farbsackerl-suchen. Ein ewiger Kreislauf : )

 

Hat aber den Vorteil, daß man die oben genannte Alternative zum Einsatz bringen kann. Hier findest du natürliche, ungiftige Tipps zum Nulltarif für das Färben der Eier!  hier  >>>>

Das Foto hätte ich gerne schöner, aber in der Eile hat die Osterhäsin nur mit dem Handy ein Bild gemacht. Was soll's, am Besten probiert man es selber, die Farben werden sowieso jedesmal anders, doch in jedem Fall wunderschön!!


Maria Lichtmess  -  Imbloc

Foto: Marcus Scheuerer
Foto: Marcus Scheuerer

Do. 2. Februar 2017

 

Heute ist Maria Lichtmess. Früher war das der Tag, an dem Dienstboten, Knechte und Dirnen ihre Arbeitstelle wechseln konnten oder mußten. Die, die am Hof behalten wurden, bekamen unter Umständen  "a Drogeld" -  eine Prämie sozusagen. Die anderen zogen weiter und konnten hoffentlich an einem anderen Hof neu anfangen, - sicher keine leichte Aufgabe.

 

Dieser Neuanfang fällt in eine Zeit, in der die Sonne merklich höher steht, sie wärmt schon ein wenig und sie schafft es, dem Schnee ein paar Tränen zu entlocken.

   

Ein Spruch aus Kindertagen macht klar, wie stark der Tag seit der Wintersonnen- wende am 21. Dezember schon "gewachsen" ist:

 

 Zu Weihnachten an Mucknhupf, zu Neujahr an Hahnentritt,

zu Heilig Drei Könige an Hirschensprung und

zu Maria Lichtmess a ganze Stund.

               

In der katholischen Kirche werden heute Kerzen geweiht, ein Zeichen der Dankbarkeit und Freude an das Licht des aufsteigenden Frühjahrs.

 

Der Begriff "Imbloc" stammt aus der Zeit der Kelten und drückt ebenso diesen Neuanfang aus, die leuchtende Brigid löst die dunkle Morrigane ab. Das Fest der Lichtjungfrau "Brigid - die vom Strahlenkranz umgebene" wurde/wird in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar gefeiert.

                                                                                                   Hier spürt man eine Berührung mit dem christlichen Glauben, es wurde ein

                                                                                                   keltisches Fest christianisiert, Birgids Platz nimmt jetzt die Jungfrau Maria ein:

                                                                                                                                                   Maria Lichtmess.

                                                                                                  

So ist das Ende der langen, dunklen Nächte absehbar, die unbändige Kraft der Natur und seiner Elementarwesen kommt zum Zug. Alle Pflanzen die noch von Eis und Schnee gefangen sind, beginnen sich zu regen, der Saft in den Bäumen beginnt zu rumoren, es geht aufwärts.

                                                                                     Das Werden des Grünes ist nicht aufzuhalten  : )

 

 


Eingeschneit  -  wie schön!

Mo. 9. Jan 2017

 

Jetzt scheint alles unter einer glitzernden Schneedecke zu schlafen ... das Grün ruht und sammelt dabei Kraft für das neue Jahr. Auch wir Menschen haben jetzt etwas mehr Zeit, uns gemeinsam an einen Tisch zu setzen.

 

All die guten Wünsche und Glückssymbole vom Silvesterabend begleitet uns noch,  man denkt über die neuen Horoskope und die eigenen Pläne nach, malt sich das neue Jahr in bunten Farben. Dabei werden auch Gedanken geordnet, - was will ich dieses Jahr und auf was kann ich verzichten... - was mach ich neu und was tue ich mit Sicherheit nicht mehr... alles zusammengefaßt in dem kleinen Wort "gute Vorsätze" - hier schwingt das nächste Wort "scheitern" mit ...

 

Lassen wir doch dieses Jahr einfach kommen wie einen gepflegten Garten - die eine Pflanze bekommt üppige Blüten oder Früchte, eine andere, um die wir uns sehr bemüht haben, kümmert ein wenig vor sich hin und wird nicht so recht. Keiner weiß wieso, - waren es die Umstände oder war es nicht die richtige Zeit? Nächstes Jahr versuchen wir es wieder oder machen alles gleich ganz anders : )

 ... und doch gibt es jedes Jahr eine reiche Ernte, - denn am Besten schaut man auf das, das man hat und nicht auf das, das man nicht hat.

So kann es gelingen, - dankbar und mit einem Herzen voller Freude und Heiterkeit!

 

Alles fügt sich und erfüllt sich,

mußt es nur erwarten können

                                                                                                  und dem Werden deines Glückes

                                                                                                  Jahr und Felder reichlich gönnen.

                                                                                                  Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest

                                                                                                  und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest.

                                                                

                                                                                                  Christian Morgenstern

 

                         Allen Menschen dieser Erde wünsche ich ein gelungenes, schönes

                                                            Jahr 2017 in Frieden, Gesundheit und netter Gesellschaft!

 


Spätherbst, fast Winter

 

Langsam vergeht das schöne Grün und das bunte Laub der Kräuter und Bäume, - was bleibt sind wunderbar schöne Baumgestalten und ruhende Wiesen.

 

Die Arbeit ist getan, alles atmet aus, die Kräfte ziehen sich in die Erde zurück. Auch wir Menschen haben das Empfinden, ein wenig langsamer zu werden, es sich eher im Haus gemütlich zu machen und uns vor der Kälte zurückzuziehen.

 

Doch bevor Schnee und Eis den Boden für einige Monate verschließen, ist auch die Zeit der letzten Ernte. Wildfrüchte, die zu ihrer Reife Frost benötigen und auch Wurzeln, die jetzt die ganze Kraft der Pflanze in sich tragen, sind bereit.

Getrocknet oder als Öl- oder Alkoholansätze bieten sie einen wertvollen Pflanzenvorrat, um damit die Lebensräume zu räuchern oder Salben zu machen.

 


Thataaaaa    !

Frühjahr 2016      eine neue Kräuter- und Ideenwerkstatt ist entstanden!

 

Meine Kräuter- und Ideenwerkstatt wird auf neue Füße gestellt, um einen Treffpunkt für Aktivitäten mit Wildkräutern zu schaffen! Nach Abschluß der Umbauten meiner früheren Töpfer-Werkstatt ist es mir möglich, in einem schönen, gemütlichen Raum Kurse und Workshops abzuhalten.

Dann stehen rühren, kochen, reden und essen auf dem Programm!

Zum Beispiel Seife und Naturkosmetik für den Eigengebrauch machen, oder Kochkurse mit Wildkräutern, bei denen wir vorher Kräuter sammeln, kochen und dann gemeinsam verspeisen;  Es wird auch ein Ort sein, an dem man nach einer Kräuterwanderung noch eine "Nachbesprechung" machen kann.

 

 

ganz am Anfang war das geordnete Chaos ...


Wir sehen einander - ich freue mich !